Visuelle Kommunikation prägt unseren Alltag. Die Beispiele aus der umfangreichen Grafiksammlung des Schweizerischen Nationalmuseums veranschaulichen die Macht visueller Sprache. Anhand historischer Plakate und Objekte zeigt die Ausstellung im ersten Teil, wie Grafikdesign Begehren erzeugt, Stereotype transportiert und kulturelle Identitäten prägt – etwa durch die Darstellung von Geschlechterrollen in der Werbung, durch «Swissness» in der Gestaltung oder durch exotisierende Motive mit Inhalten, die heute als rassistisch zu verurteilen sind. Im zweiten Teil erfahren die Besuchenden, wie Grafikdesign entsteht. Von der Plakatgestaltung über Logos bis hin zu Typografie, Briefmarken oder Ausstellungsgrafik macht sie die gestalterischen Mittel und handwerklichen Prozesse sichtbar. Interaktive Stationen laden dazu ein, selbst Hand anzulegen. Auf einer Plattform in der neugotischen ehemaligen Waffenhalle tritt die Ausstellung in einen Dialog mit ihrer Umgebung – über die Bedeutung des Schweizerischen und darüber, wie Museen die Gesellschaft prägen. Stillhart Schindler war verantwortlich für die Szenografie, die Ausstellungsgrafik, die Medienstationen und die Kommunikation. Landesmuseum Zürich, 17.07.2026–04.04.2027.











